Maximo – der Wendepunkt
Das änderte sich, als ein sehr intelligentes und selbstbewusstes Welsh Pony in mein Leben trat.
Maximo.
Mit seiner dominanten Art und seinem starken Willen hat er mich dazu gezwungen, umzudenken.
Denn plötzlich funktionierte nichts mehr von dem, was ich gelernt hatte.
Erst als ich begann, ihm wirklich zuzuhören,
wurde Zusammenarbeit überhaupt möglich.
Führen.
Spazieren gehen.
Longieren.
Die einfachsten Dinge wurden zu echten Gesprächen.
Maximo hat mir die Augen geöffnet –
für eine neue Art des Umgangs.
Meine Reise zur Angstbewältigung mit Pferden
Warum ich heute Menschen begleite
Mit der Zeit begegnete ich immer wieder Menschen,
die Unsicherheit oder Angst im Umgang mit ihrem Pferd entwickelt hatten.
Und auch wenn ich selbst diesen Weg so nicht erlebt habe,
hat es mich berührt zu sehen,
wie viel Freude verloren gehen kann.
Denn ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn Zusammenarbeit leicht wird und ein Pferd gerne mit seinem Menschen arbeitet.
Genau das wünsche ich mir für jedes Mensch-Pferd-Team.
Ich möchte, dass Menschen wieder Freude daran haben,
Zeit mit ihrem Pferd zu verbringen.
Und dass Pferde nicht funktionieren müssen –
sondern verstanden werden.
Deshalb habe ich mich weitergebildet
und die Ausbildung zur zertifizierten EQUIPSYCH Reitcoach gemacht.
Dort habe ich gelernt, Menschen mit Ängsten –
auf und neben dem Pferd –
fundiert zu begleiten.



Wahre Verbindung entsteht nicht durch Kontrolle – sondern durch Zuhören.
Am Anfang: Funktionieren statt Verstehen
Ich war schon immer fasziniert von Pferden.
Doch mein Weg zu echter Verbindung – zu einem Miteinander als Team – war ein langer.
Früher habe ich gelernt zu reiten mit dem Gedanken: Das Pferd soll das tun, was man ihm sagt.
Sätze wie „Der soll sich nicht so anstellen“ oder „Der verarscht dich nur“ waren ganz normal.
Mein Reiten war lange eine einseitige Kommunikation.
Ich habe gesprochen – aber nicht zugehört.
Was Pferde wirklich sagen
Seitdem habe ich gelernt, dass alles, was ein Pferd tut,
Kommunikation ist.
Offensichtliches – wie Ohrenstellung oder Körperhaltung.
Aber auch ganz feine Signale:
die Spannung um die Nüstern,
kleine Veränderungen im Blick
oder wie oft ein Pferd blinzelt.
Doch genau diese feinen Signale werden oft übersehen.
Oder falsch interpretiert.
Ein Zögern wird als Ungehorsam gesehen.
Ein Ausweichen als „sich drücken“.
Ein Blick als Unaufmerksamkeit.
Dabei versucht das Pferd in jedem Moment, etwas mitzuteilen.
Wie es ihm geht.
Was es versteht – oder eben nicht.
Wo es sich sicher fühlt – und wo nicht.
Ich musste lernen, all das zu sehen –
und vor allem: zu verstehen.
Nicht nur einzelne Signale,
sondern das Gesamtbild.
Denn erst, wenn man beginnt wirklich hinzuschauen,
entsteht echte Kommunikation.
Und genau dort beginnt auch echte Zusammenarbeit.
Fortbildungen & Abzeichen
- 2010 – Kleines Reitabzeichen
- 2017 – Großes Reitabzeichen
- 2017 – Longierabzeichen
- 2018 – Trainer C Basissport
- 2026 – Ausbildung zur zertifizierten EQUIPSYCH Reitcoach
Meine Haltung im Umgang mit Pferden
Heute verbinde ich all diese Erfahrungen.
Für mich steht im Mittelpunkt:
Ein Pferd ist kein Sportgerät.
Es ist ein Partner.
Ein Partner, der eine eigene Meinung hat.
Der kommuniziert.
Der mitgestalten möchte.
Ich arbeite so, dass Pferde sich einbringen dürfen.
Dass sie Vorschläge machen können.
Und dass echte Zusammenarbeit entsteht –
statt Frust oder Widerstand.
Mein Ziel ist ein Miteinander,
in dem beide Seiten gerne teilnehmen.
Ein Pferd, das sich freut, wenn sein Mensch kommt.
Und ein Mensch, der sein Pferd versteht.

